Die Psychologie des Schnees

Die Mächte des Schnees

Schneechaos - Der Sascha @ wikimedia.org

Abgeknickte Strommasten durch Schneechaos – Der Sascha @ wikimedia.org

Der erste Schnee weckt Kindheitserinnerungen. Ihm geht schon eine große Erwartungshaltung voraus, denn er muss diese Erinnerungen wieder lebendig machen. Mit Schnee werden im ersten Moment nur schöne Ereignisse wie Adventszeit, Familie und Weihnachten verbunden. Wenn diese Erwartungen vom ersten Schnee nicht erfüllt werden, weil er nicht liegen bleibt, weicht diese Vorfreude der Enttäuschung.

Es ist nicht mehr so wie früher – Damals lag noch jedes Jahr an Weihnachten Schnee, wird es ernüchternd beschrieben. Wie hoch die Erwartungen an den perfekten Schnee sind, zeigt sich auch daran, wie viel Mühe sich bei der Darstellung von Schnee in Animationsfilmen gegeben wird, in denen es ja sonst gerne etwas runder und bunter sein darf.

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Die Psychologie der Ampel

Selbstverortung und paradoxer Balanceakt

Grüne Ampelphase in Berlin

Grüne Ampelphase in Berlin

Ampeln verordnen uns zu einem bestimmten Verhalten: Rot – Stehen bleiben, Grün – Weiter bewegen. Diese fremde Gesetzesordnung versteht sich meistens gar nicht mit der eigenen Tagesordnung und man sucht „Schlupflöcher“, um die roten Ampeln zu umgehen. Selbst wenn wir stehen bleiben, versuchen wir doch meistens, die Zeit irgendwie mit dem Handy, dem Rauchen oder dem wild auf den Knopf hämmern und dadurch mit der eigenen Ordnung zu überbrücken.

 „Sie lassen sich nicht durch Zwangspausen aus dem [eigenen] Konzept bringen.“

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